Erika Kroell – Erst Eins, dann Zwei

15.06.2016 | Bereich: LesBar

Nach längerer Zeit schafft es mal wieder ein Buch in die LesBar. Zwar haben einige Bücher meine Lesezeit gefüllt, doch keines mich so gefesselt. Ich konnte es Abends kaum abwarten ins Bett zu kommen, um weiterlesen zu können. Selbst wenn die Augen schon vor Müdigkeit brannten, wollte ich wenigstens noch ein Kapitel lesen.

Erst Eins, dann Zwei ist ein klassischer Krimi. Tote am Anfang und der/die MöderIn wird gesucht. Die beiden Hauptdarstellerinnen, ihres Zeichens Kommissarinnen, wachsen einem schnell ans Herz, weil sie sehr natürlich beschrieben sind und der Leser einen leichten Zugang zu ihnen findet.

Der Plot ist interessant. Seine Faszination erhält er durch den flüssigen und leichten Schreibstil Erika Kroells. Hier hakt es an keiner Stelle. Keine komplizierten Satzkonstruktionen, Wortdopplungen oder übermäßiger Gebrauch von Füllwörtern. Ohne sprachliche Hindernisse nimmt einen die Geschichte gefangen.

Erika Kroell – Erst eins, dann zwei…

Buchcover: © liegt bei den jeweiligen Rechteinhabern.

Die Handlung verläuft linear und ist aus einer auktorialen Perspektive erzählt. Diese göttliche Sicht auf alle Geschehnisse ermöglicht viel mehr Details, als z. B. die Ich-Perspektive je bieten könnte.

Mich hat die Geschichte so in den Bann gezogen, dass ich mitgefühlt, mitgefiebert und vor allem mitgerätselt habe. Wie gern würde ich jetzt auf die Handlung eingehen, aber ich will ja nichts verraten; nur: Ich lag richtig 😉

Wo ich für diese Rezension das Buch Revue passieren lassen, fällt mir auf, dass Erika Kroell ohne Brutalität, Grausamkeiten und eklige Szenen auskommt. Trotzdem baut sie eine Süchtig machende Spannung auf. Chapeau!

Erst Eins, dann Zwei erhält von mir eine bedenkenlose Empfehlung für jeden Krimi Liebhaber oder Fan spannender Literatur im allgemeinen.

Die Autorin wandert auf die Merkliste für unbedenkliches Lesevergnügen.

Wertung: 7 von 9
Wertung 7 von 9

 

Verlag: KBV
Seiten: 294
Preis: 9,50 EUR
ISBN: 978-3-940077-30-1


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